Bridget on the Road again … 

Alles deutet mal wieder auf einen echten “Bridget Report” hin. Noch etwas ermattet von drei intensiven Tagen in London, stiegen wir drei (Roma, Toska und ich) gestern Abend in den Nachtzug Hamburg – Basel, von dort weiter an den Comer See. Nein, kein Luxus, sondern Purismus: Liegewagen, Essen auf dem Schoß statt im Speisewagen (wer auch immer auf diese schusselige Idee kam)  … und schon war Liege Nr.1 in Volvic Wasser getränkt. Klar, dass sie zu meiner Schlafstätte erklärt wurde, da machte es dann auch nichts mehr, dass ich ungefähr 20 Mal in der Nacht die Schiebetür wieder schließen musste. Wer will schon schlafen, wenn das Reise-Abenteuer ruft.

Ein Hotel im Zentrum von Como wäre zu banal, schließlich sollte sich Business Trip mit Aktiv-Urlaub verbinden. Somit habe ich eine Unterkunft hoch in den Hügeln über Como gebucht. Eine einfach Lodge, wie man sie aus den Bergen kennt. Großartiger Blick. Der Weg runter allerdings ein Höllenritt: Wir sind doch verwöhnte Stadt-Fashionistas. Schon mal einen Berg-Pfad mit halbhohen Hackschuhen und einem Outfit-Mix aus Balenciaga, Marni, Walford Strümpfen und Gucci gemacht?! … Nein. Gut so. So blöd kann nur ich sein. Im Koffer als Schuh-Alternative nur Plateau-Sandalen. Ich dachte, ich brech mit die Haxen, den steilen Weg runter in die Stadt. Unten lebendig angekommen, der erste Gang ins Schuhgeschäft: Jetzt trage ich derbe Wanderschuhe und überlege, ob ich sie mit pinken Schnürsenkeln zum neuen “must have” erkläre.

Was für eine wunderschöne Stadt im frühherbstlichen Sonnenschein.

Fast könnte man vergessen, dass es den ganzen Weg auch wieder hoch gehen muss. Mit dem letzten Tageslicht kommen wir in unserer Herberge an, vollkommen ausgepumpt, aber mit echtem “Bergsteiger Gefühl”. Im Restaurant knistert schon der Kamin und gleich wartet Anna-Maria, die Chefin, mit dem Abendessen auf uns.

Saturday, October 15, 2011   ()